Allergien beim Hund und wie man damit umgeht
Aktualisiert am 16. Oktober 2026
Kurz gesagt: Beim Hund zeigt sich eine Allergie vor allem an der Haut: Juckreiz, Pfotenlecken, Rötungen, wiederkehrende Ohrentzündungen. Die drei Hauptursachen sind Flöhe (die häufigste), die Umwelt (Pollen, Milben: man spricht von Atopie) und das Futter. Eine Futtermittelallergie wird durch eine strikte Ausschlussdiät von mindestens 8 Wochen diagnostiziert; Blut- oder Hauttests sind dafür nicht zuverlässig. Der Tierarzt ist unverzichtbar, um die Diagnose zu stellen und eine Behandlung vorzuschlagen.
Welche Arten von Allergien gibt es beim Hund?
Die Flohspeichelallergie (FAD) ist die häufigste Allergie. Ein einziger Stich kann starken Juckreiz auslösen, vor allem am unteren Rücken und am Schwanzansatz.
Lösung: ein wirksames Antiparasitikum für den Hund und alle Tiere im Haushalt, ohne Unterbrechung. Siehe Flöhe und Zecken vorbeugen.
Reaktion auf Pollen, Milben, Schimmelpilze. Anfangs oft saisonal, kann sie das ganze Jahr anhalten. Sie betrifft vor allem Gesicht, Pfoten, Achseln, Bauch und Ohren.
Beim Hund verursacht sie vor allem Juckreiz, viel seltener Niesen. Sie tritt oft beim jungen Erwachsenen auf, mit Veranlagung bei bestimmten Rassen.
Reaktion auf ein Protein im Futter. Ganzjähriger Juckreiz, Ohrentzündungen, manchmal Verdauungsstörungen.
Laut einer Auswertung von Studien (Mueller et al., 2016) sind beim Hund am häufigsten Rind, Milchprodukte, Huhn und Weizen beteiligt.
Seltener: örtliche Reaktion auf ein Produkt (Shampoo, Reinigungsmittel, bestimmte Materialien). Die Rötungen beschränken sich auf die Kontaktstellen, oft wenig behaarte Bereiche (Bauch, Pfoten).
| Futtermittelallergen | Anteil reagierender Hunde (von 297) |
|---|---|
| Rind | 34 % |
| Milchprodukte | 17 % |
| Huhn | 15 % |
| Weizen | 13 % |
| Soja | 6 % |
Wie erkennt man eine Allergie beim Hund?
Mein Hund:
Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?
- Parasiten ausschließenFlöhe, Räude, andere Parasiten: Eine konsequente antiparasitäre Behandlung ist oft der erste Schritt.
- Infektionen behandelnBakterien und Hefen (Malassezia) verstärken den Juckreiz und müssen behandelt werden.
- AusschlussdiätMindestens 8 Wochen lang ein Futter mit neuen oder hydrolysierten Proteinen, ohne jedes andere Futter oder Leckerli. Danach Wiedereinführung des alten Futters zur Bestätigung.
- AtopieWird diagnostiziert, wenn die anderen Ursachen ausgeschlossen sind. Haut- oder Bluttests dienen dann vor allem zur Vorbereitung einer Desensibilisierung.
Bluttests auf „Futtermittelallergie“ sind nicht zuverlässig, um beim Hund eine Futtermittelallergie zu diagnostizieren. Nur die Ausschlussdiät ermöglicht das.
Wie lindert man die Beschwerden im Alltag?
Antiparasitikum ohne Pause
Unverzichtbar, vor allem bei Flohallergie.
Pfoten und Bauch abwischen
Ein feuchtes Tuch entfernt in der Saison einen Teil der Pollen.
Liegeplatz oft waschen
Bei 60 °C gegen Milben, Staubsauger mit HEPA-Filter.
Verordnete Behandlung
Medikamente gegen Juckreiz, geeignete Shampoos, manchmal Desensibilisierung: je nach Tierarzt.
Bei der Ausrüstung bevorzugen Sie leicht waschbares Zubehör: Ein wasserdichtes Halsband lässt sich mit Wasser abspülen und hält keine Feuchtigkeit auf der Haut.
Häufige Fragen
Was ist die häufigste Allergie beim Hund?
Die Flohspeichelallergie, gefolgt von der Atopie (Pollen, Milben). Futtermittelallergien sind seltener.
Woran erkenne ich, ob mein Hund auf sein Trockenfutter allergisch ist?
Nur eine strikte Ausschlussdiät von mindestens 8 Wochen mit anschließender Wiedereinführung kann das bestätigen. Bluttests sind nicht zuverlässig.
Ist eine Allergie heilbar?
Eine Futtermittelallergie wird kontrolliert, indem man das auslösende Futter meidet. Atopie wird langfristig behandelt: Man lindert, heilt aber nicht immer.
Niesen Hunde, wenn sie allergisch sind?
Selten. Beim Hund zeigt sich eine Allergie vor allem durch Hautjucken und Ohrentzündungen.
Quellen
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