Flöhe und Zecken: Gefahren, Anzeichen und umfassender Schutz für Ihren Hund
Aktualisiert am 16. Oktober 2026
Kurz gesagt: Flöhe verursachen Juckreiz und Allergien und können einen Bandwurm übertragen; Zecken übertragen schwere Krankheiten wie Babesiose (Hundemalaria), Borreliose oder Ehrlichiose. Die Vorbeugung beruht auf einem passenden Antiparasitikum, das Sie mit Ihrem Tierarzt auswählen und lückenlos erneuern, auf dem Absuchen des Fells nach jedem Spaziergang und auf der Pflege des Zuhauses. Bei Fieber, Abgeschlagenheit oder dunklem Urin nach einem Zeckenstich gehen Sie schnell zum Tierarzt.
Warum sind Flöhe und Zecken gefährlich?
Flohspeichelallergie (FAD)
Flohspeichel kann eine Allergie auslösen: starker Juckreiz, Rötungen, Krusten, Haarausfall – selbst bei sehr wenigen Flöhen.
Bandwurm (Dipylidium)
Bei der Fellpflege kann der Hund einen Floh verschlucken, der Larven dieses Darmwurms trägt.
Blutarmut
Ein starker Befall kann einen Welpen oder älteren Hund schwächen: blasses Zahnfleisch, Müdigkeit.
Übertragbare Krankheiten
Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose, Anaplasmose: Einige können unbehandelt tödlich sein.
Ein Flohweibchen kann mehrere Dutzend Eier pro Tag legen. Sie fallen in der Wohnung herunter: Hinter ein paar Flöhen auf dem Hund verbirgt sich oft eine viel größere Population in der Umgebung.
| Krankheit | Erreger | Anzeichen, auf die Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Babesiose (Hundemalaria) | Parasit der roten Blutkörperchen | Hohes Fieber, Abgeschlagenheit, dunkler Urin (kaffeefarben), blasse oder gelbliche Schleimhäute |
| Borreliose (Lyme-Krankheit) | Bakterium Borrelia | Wechselnde Lahmheit, Fieber, Müdigkeit; Nierenschäden möglich |
| Ehrlichiose, Anaplasmose | Bakterien in Blutzellen | Fieber, Appetitlosigkeit, Nasenbluten, Gelenkschmerzen |
Und für den Menschen? Zecken übertragen Borreliose auch auf den Menschen, und Flöhe können Menschen stechen. Wer seinen Hund schützt, schützt auch die Familie.

Woran erkenne ich, ob mein Hund Flöhe oder Zecken hat?
- Starkes Kratzen, vor allem am Rutenansatz, am Bauch und am Hals.
- Kleine schwarze Krümel im Fell: Auf ein feuchtes Taschentuch gelegt, werden sie rotbraun (verdautes Blut).
- Rötungen, Krusten, kahle Stellen durch Lecken.
- Streichen Sie nach dem Spaziergang mit der Hand durchs Fell: eine kleine Kugel unter den Fingern.
- Stellen, die Sie prüfen sollten: Ohren, Hals unter dem Halsband oder Geschirr, Achseln, Leiste, zwischen den Zehen.
- Vollgesogen wird eine Zecke rund und gräulich.
Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Lahmheit, dunkler Urin, blasses Zahnfleisch: Gehen Sie schnell zum Tierarzt, besonders nach einem Zeckenstich.
Welche Vorbeugung ist sinnvoll?
| Form | Schutzdauer | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Tablette | 1 bis 3 Monate je nach Produkt | Wird durch Baden nicht beeinträchtigt; wirkt nach dem Stich |
| Spot-on (Pipette) | Etwa 1 Monat | 48 Std. vor und nach dem Auftragen nicht baden |
| Antiparasitäres Halsband | Bis zu mehreren Monaten | Gut anpassen; abnehmen, wenn es reizt |
| Spray | Kurz | Als gelegentliche Ergänzung |
- Ganzjährig schützenFlöhe leben auch im Winter in beheizten Wohnungen, und Zecken sind aktiv, sobald es mild ist.
- Nach jedem Spaziergang absuchenBesonders nach hohem Gras, Wald und Wiesen. Entfernen Sie eine Zecke schnell: Das Übertragungsrisiko steigt mit der Saugdauer.
- Das Zuhause pflegenSaugen Sie die Liegeplätze oft und waschen Sie das Hundebett bei 60 °C.
- Mit dem Tierarzt über eine Impfung sprechenEs gibt Impfstoffe gegen Borreliose, die in stark betroffenen Gebieten sinnvoll sein können.
Prüfen Sie auch unter Geschirr und Halsband: Dort verstecken sich Zecken gern. Ein Y-Geschirr ist in wenigen Sekunden abgenommen, um den Hund nach dem Spaziergang abzusuchen.

Im Winter braucht man kein Antiparasitikum.
FALSCHFlöhe vermehren sich in beheizten Wohnungen das ganze Jahr, und Zecken werden schon an milden Tagen aktiv.
Bierhefe oder Knoblauch halten Flöhe fern.
FALSCHDafür gibt es keinen soliden Beweis. Knoblauch ist für Hunde sogar giftig.
Auch ein Wohnungshund kann Flöhe bekommen.
RICHTIGJa: Sie kommen über Schuhe, andere Tiere oder das Treppenhaus.
Ihr Hund hat bereits Flöhe oder eine Zecke? Lesen Sie, wie man einen Befall behandelt.
Häufige Fragen
Wie schützt man seinen Hund vor Zecken?
Mit einem gegen Zecken wirksamen Antiparasitikum, das lückenlos erneuert wird, und indem Sie das Fell nach jedem Spaziergang in der Natur absuchen.
Welche Symptome hat die Babesiose?
Hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und dunkler Urin. Das ist ein tierärztlicher Notfall.
Zu welcher Jahreszeit sind Zecken am aktivsten?
Vor allem im Frühjahr und Herbst, aber bei milden Temperaturen können sie das ganze Jahr aktiv sein.
Stechen Hundeflöhe auch Menschen?
Ja, sie können Menschen stechen, vor allem an den Knöcheln, leben aber nicht auf ihnen.
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